Am 18. Januar 1871 wurde der preußische König Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert. Es war die Geburtsstunde des Deutschen Reiches.
Der neue Nationalstaat umfasste 25 Bundesstaaten mit sieben Währungsgebieten, in denen 119 Sorten Gold-, Silber- und Scheidemünzen der Bundesstaaten kursierten. Hinzu kam eine unübersehbare Menge ausländischer Sorten. Das Papiergeldangebot setzte sich zusammen aus 56 einzelstaatlichen Emissionen von Staatspapiergeld, sowie 117 Sorten Banknoten, die von 33 Notenbanken ausgegeben wurden [1].
Die Leitwährung im Norden war der preußische Taler, eingeteilt in 30 Groschen zu 12 Pfennigen. In Bayern und Württemberg wurde mit Gulden zu 60 Kreuzern abgerechnet. Daneben gab es mehrere kleinere Währungsgebiete.
Innerhalb weniger Jahre wurden die verschiedenen Silberwährungen durch eine reichseinheitlich dezimal-einstufige Goldumlaufwährung, die Mark-Währung, ersetzt, die ab 1876 im gesamten Kaiserreich galt [1]. ... weiter lesen
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